BAUER AM GELBEN
INHALTSBESCHREIBUNG
Das Gelm Gut in Henndorf, einer kleinen Streusiedlung aus einzelnen Gehöften, spielt eine wichtige Rolle in unserer Familiengeschichte. Es besteht bis heute und befindet sich nach wie vor im Besitz einer Linie der Familie Lumetsberger – jener Linie von Johann, dem Bruder meines Ur-Großvaters Franz.
Josef, der Vater von Johann und auch Franz, wurde 1817 auf dem Gelm Gut geboren. Als erstaunlich junger Mann übernahm er das Muttenöder Lehen in der Nachbarsiedlung Ebenedt und wurde damit mein 2-facher Ur-Großvater.
Sein Vater hieß Simon. Er wurde 1785 auf dem Gelm Gut geboren – und starb auch dort. In den Kirchenbüchern findet sich bei seinem Namen der Zusatz „Bauer am Gelben“ – ein Hinweis, der später noch für die Deutung des Namens Gelm Gut von Bedeutung sein wird.
Im Jahr 1808 übernahm Simon den Hof, in einer Zeit, die von den Napoleonischen Kriegen geprägt war. Er erlebte den Wiener Kongress ebenso wie die Revolution von 1848 mit ihren tiefgreifenden Veränderungen: die Bauernbefreiung und die Aufhebung der Grundherrschaft. Doch welche Auswirkungen hatten diese großen politischen Umbrüche auf das Leben eines Bauern im abgelegenen Sankt Georgen am Walde? Hatten Napoleon oder Metternich überhaupt spürbaren Einfluss auf seinen Alltag?




