LUDWEYGZPERG

INHALTSBESCHREIBUNG

Schritt für Schritt führte uns diese Wanderung zurück bis an die Schwelle des Dreißigjährigen Krieges. Um das Jahr 1620 setzten die kirchlichen Aufzeichnungen in Tauf-, Heirats- und Sterbebüchern in unserer Region ein, die das Fundament dieser Familiengeschichte bilden. Sollten wir hier das Ende unserer Reise erreicht haben?

Meine Neugier und mein Forschungsdrang ließen mich nicht stehen bleiben. Ich wollte nicht akzeptieren, dass an dieser Stelle die Grenze des Wissens gezogen sein sollte.

Daher versuchte ich, über die Namensforschung weiterzukommen. Ich nahm Kontakt zu Historikern und Sprachwissenschaftlern auf, um die Herkunft des Namens Lumetsberger zu ergründen.

In früheren Zeiten waren es häufig Orte, die den Menschen ihre Namen gaben. Erst später, unter Maria Theresia, wurden Familiennamen fixiert und unabhängig vom Wohnort weitergeführt – im Zuge der Einführung der Häusernummerierung. Zuvor bestimmte meist der Hof den Namen.

Durch intensive Recherchen gelang es mir schließlich, anhand von Originaldokumenten und Stiftsurbaren die Entstehung des Namens „Lumetsberger“ Schritt für Schritt zu entschlüsseln – und damit bis ins Hochmittelalter vorzudringen. Ich fand den Ursprungsort aller Lumetsberger.

Dabei hielt ich sogar ein Dokument aus dem Jahr 1314 in meinen Händen. Ein über 700 Jahre altes Pergament, das in mittelhochdeutscher Sprache vom Verkauf eines Hofes an das Stift Waldhausen berichtet. Mit wissenschaftlicher Unterstützung konnte ich den ursprünglichen Standort eindeutig identifizieren.

So wurde der Ludweygzperg – der ursprüngliche Hof der Lumetsberger – zum letzten Schauplatz dieser historischen Spurensuche.

Ich traf dort auch auf die heutigen Besitzer: Sarah und Simon, mit ihrem kleinen Sohn Florian, ihrem Quarter Horse „Petzi“ und dem Hund „Balou“. Es war ein besonderes Gefühl, diesen Ort in guten Händen zu wissen.

Ist der Ludweygzperg damit das Ende dieser Geschichte?

Wer mich kennt, weiß es: Nein!